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Finanzmärkte: Differenzierte Reaktionen – EU: „2030 Digital Compass“

Das US-Hilfspaket, dessen qualitativen Mängel und langfristigen Konsequenzen vom Markt ausgeblendet werden, wirkt sich am Devisenmarkt zu Gunsten des USD aus.
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Welt

Nachrichten in Kurzform

  • Corona: Die Lagein der westlichen Welt entspannt sich sukzessive unter Schwankungenhinsichtlich der alswesentlich klassifizierten Kriterien. In Deutschland steht die Zahl der von Covid-19 Patienten belegten Intensivbetten derzeit bei 2.866 von 26.885.
  • Brasilia: Die Urteile gegen Ex-Präsident Lula wurden von einem Verfassungsrichter aufgehoben.
  • Berlin: Laut Ernst & Young sei die Erholung Chinas ein Glücksfall für Deutschland. Die Bedeutung Asiens, allen voran Chinas,war für die deutsche Wirtschaft nie größer.
  • Berlin: Laut INSA-Umfrage verliert die CDU/CSU weiter. Sie kommt jetzt auf 30% (-2,5% in einer Woche). SPDund Grüne liegen demnach bei 17%, AFDbei 11,5% FDP10,5%, Linke 9%.
  • Washington: Finanzministerin Yellen sieht in dem 1,9 Billionen- paket als Kraftstoff für eine starke wirtschaftliche Erholung.

EUR

„IT-Airbus“: 2030 Digital Compass

Die EU hat einen IT-Plan mit dem Namen 2030 Digital image vorgestellt. Bis zum Ende der Dekade sollen die EU-Staaten weltweit circa 20% der modernsten Halbleiter produzieren, Der erste Quantencomputer soll in fünf Jahren realisiert sein. Kommissions- Vizepräsidentin Vestager und Industriekommissar Breton wollen das Vorhaben heute offiziell vorstellen. Laut EU hätte die Corona- Pandemie die Abhängigkeit der 27 EU-Länder von Schlüsseltechnologien offenbart, die von chinesischen und amerikanischen Unternehmen kontrolliert würden Mit dem Plan will die EU ihre Wirtschaftsgrundlage stärken und die technologische Souveränität sichern.

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1,1860 (07:13 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1,1836 im fernöstlichen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 109,17. In der Folge notiert EUR-JPYbei 129,48. EUR-CHFoszilliert bei 1,1098.

Die Finanzmärkte warten mit differenzierten Reaktionen auf

Das US-Hilfspaket, dessen qualitativen Mängel und langfristigen Konsequenzen vom Markt ausgeblendet werden, wirkt sich am Devisenmarkt zu Gunsten des USD aus. Ebensounterstützt die US-Subventionspolitik die Aktienmärkte außerhalb des Tech-Sektors. Vor diesem Hintergrund markierte der DAX gestern neue historische Höchstwerte. Der NASDAQblieb unter Druck.

Die Tatsache,dassChinas Führung sich mit einem Wachstum von mehr als 6% per 2021 zufrieden gibt, stört die Investoren. Ebenso stört sie, dass Chinas Führung zurückfahren will, weil es das im Gegensatz zu den USA kann. Faktisch führt die Stärke Chinas und damit der Mangel des Zwangs zur Subvention zu bemerkenswerten Abverkäufen deschinesischen Kapitalstocks. Ist dassmart?

EU: 2030 Digital

Bis 2030 soll die EU circa 20% der modernsten Halbleiter produzieren, Der erste Quantencomputer soll in fünf Jahren realisiert sein. Kommissions-Vizepräsidentin Vestager und Industriekommissar Breton wollen das Vorhaben heute vorstellen. Laut EU hätte die Pandemie die Abhängigkeit der EU von Schlüsseltechnologien offenbart, die von chinesischen und amerikanischen Unternehmen kontrolliert würden Mit dem Plan will die EU ihre Wirtschaftsgrundlage stärken und die technologische Souveränität sichern. Das klingt gut. Es ist überfällig, denn die EU kennt dieses Defizit mindestens seit den Snowden-Enthüllungen. Meine seit 2015 geäußerteForderung nach dem – findet ein spätesEcho! Dennoch merci!

Datenpotpourri der letzten 24 Handelsstunden:

Eurozone: Sentix und deutsche Handelsbilanzstark IP nicht

Der Sentix-Index setzte für die Eurozoneper März mit einem unerwarteten Anstieg von -0,2 auf +5,0 Punkte (Prognose 1,9) einen positiven Akzent. Der Index markierte den höchsten Wert seit Februar 2020 (5,2 Punkte).

Die Industrieproduktion Deutschlands sank per Januar unerwartet um 2,5% im Monatsvergleich (Prognose +0,2%). Der Vormonatswert wurde von 0,0% auf +1,9% revidiert. Im Jahresvergleich kam es zu einem Rückgang um 3,8% nach zuvor +1,2% (revidiert von -0,7%). Hinsichtlich des gegebenen Auftragsbestands erscheint es sich hier um eine temporäre Verwerfung zu handeln (u.a. Halbleiterverfügbarkeit etc.).

Der Handelsbilanzsaldo Deutschlands stellte sich per Berichtsmonat Januar auf 22,2 Mrd. Euro (Prognose16,4 Mrd. Euro) nach zuvor 16,4 Mrd. Euro (revidiert von 16,1Mrd. Euro). Exporte stiegen im Monatsvergleich um 1,4% (Prognose -1,2%) nach +0,4% (revidiert von 0,1%), während Importe im Monatsvergleich um 4,7% sanken (Prognose -0,5%, Vormonat revidiert von -0,1% auf 0,0%).

USA: Durchgehend positiv

Der Index stieg per Februar von zuvor 99,69 (revidiert von 99,27) auf 101,01 Punkte. Der Index erreichte das höchste Niveau seit Februar 2020 (109 Punkte).

Die Lagerbeständeim Großhandel legten per Januar im Monatsvergleich um 1,3% zu (Prognose1,3%, Vormonatswert 1,3%), während der Absatz im Großhandel massiv um 4,9% im Monatsvergleich zunahm (Prognose 1,4%, Vormonatswert revidiert von 1,2% auf 1,9%).

Japan: Erwartungen verfehlt

Gemäß Revision stieg das BIP per 4. Quartal 2020 im Quartalsvergleich um 2,8%. Sowohl der bisherige Wert alsauch die Prognosewaren bei 3,0% angesiedelt.

Per Januar sanken die Ausgaben der privaten Haushalte im Monatsvergleich um 7,3% (Prognose-3,1%) nach zuvor +0,9%. Im Jahresvergleichkam es zu einem Rückgangum 6,1% (Prognose-2,1%) nach zuvor -0,6%.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den USD gegenüber dem Euro favorisiert. Ein Überwinden der Widerstandszone im Währungspaar EUR/USD bei 1.2220 50 neutralisiert den positiven BiasdesUSD.

©Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Solvecon Invest GmbH

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Gold1.737,5317:13:07-0,76
Silber22,4417:14:18-0,84
Öl (Brent)79,1317:10:55-1,71
Öl (WTI)74,6417:24:07-2,25
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